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EM 2024 Tabellen: Die Endstände aller sechs Gruppen

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EM 2024 Tabellen aller Gruppen A bis F

Die EM 2024 Tabellen dokumentieren die Ergebnisse der Gruppenphase, die vom 14. bis 26. Juni in zehn deutschen Städten ausgetragen wurde. Sechs Gruppen, 24 Mannschaften und 36 Spiele entschieden darüber, wer in die K.O.-Runde einziehen durfte. Die Endstände aller sechs Gruppen zeigen eine bemerkenswerte Ausgeglichenheit: In mehreren Gruppen entschieden Kleinigkeiten wie die Tordifferenz oder der direkte Vergleich über das Weiterkommen.

Die Gruppenphase der EURO 2024 lieferte Überraschungen, Dramatik und unvergessliche Momente. Deutschland dominierte Gruppe A, Spanien marschierte mit weißer Weste durch Gruppe B, und in Gruppe E hatten am Ende alle vier Teams dieselbe Punktzahl. Die Tabellen erzählen Geschichten von Triumph und Tragödie, von erfüllten Träumen und zerplatzten Hoffnungen.

Dieser Artikel präsentiert die Endstände aller sechs Gruppen, analysiert die wichtigsten Trends und erklärt, wie die besten Drittplatzierten ermittelt wurden. Ein umfassender Überblick über die Gruppenphase der Europameisterschaft 2024.

Tabellen A–F: Alle Endstände

Gruppe A

Deutschland beendete die Gruppenphase als souveräner Erster. Mit 7 Punkten aus drei Spielen (5:1 gegen Schottland, 2:0 gegen Ungarn, 1:1 gegen die Schweiz) setzte sich die DFB-Elf an die Spitze. Die Schweiz folgte mit 5 Punkten auf Platz zwei und qualifizierte sich direkt für das Achtelfinale. Ungarn sammelte 3 Punkte, verpasste aber als Dritter das Weiterkommen aufgrund der schlechten Tordifferenz von –3. Schottland beendete das Turnier mit nur 1 Punkt als Gruppenletzter. Die Gruppe A war mit 15 Toren die torreichste des Turniers und setzte ein frühes Ausrufezeichen für den Gastgeber.

Gruppe B

Spanien dominierte Gruppe B mit einer makellosen Bilanz: 9 Punkte, drei Siege, kein Gegentor. La Roja besiegte Kroatien 3:0, Italien 1:0 und Albanien 1:0. Es war die einzige perfekte Gruppenphase des Turniers und ein Vorbote für den späteren Europameistertitel. Italien sicherte sich mit 4 Punkten den zweiten Platz, nach einem 2:1-Auftaktsieg gegen Albanien, der 1:0-Niederlage gegen Spanien und einem 1:1 gegen Kroatien. Kroatien und Albanien beendeten die Gruppe mit je 2 Punkten auf den Plätzen drei und vier — für Kroatiens goldene Generation ein enttäuschendes Ende.

Gruppe C

England wurde Gruppensieger mit 5 Punkten, trotz einer enttäuschenden Offensivleistung (nur 2 Tore in 3 Spielen). Die Three Lions gewannen 1:0 gegen Serbien, spielten 1:1 gegen Dänemark und 0:0 gegen Slowenien. Dänemark sicherte sich mit 3 Punkten den zweiten Platz — Christian Eriksens Rückkehr nach seinem Herzstillstand 2021 war das emotionalste Thema der Gruppe. Slowenien erreichte mit 3 Punkten historisch erstmals die K.O.-Runde einer EM — als einer der besten Gruppendrittplatzierten. Serbien schied mit 2 Punkten als Letzter aus.

Gruppe D

Die sogenannte „Todesgruppe“ brachte die größte Überraschung: Österreich wurde Gruppenerster mit 6 Punkten, vor Frankreich (5 Punkte) und den Niederlanden (4 Punkte). Die ÖFB-Elf unter Ralf Rangnick besiegte Frankreich 1:0 und die Niederlande 3:2, verlor aber das Auftaktspiel gegen Polen 1:3. Frankreich enttäuschte trotz des zweiten Platzes — nur 2 Tore aus eigenem Spiel in 3 Partien. Die Niederlande kam als Dritter weiter, Polen schied ohne Sieg aus. Das Pressing-System der Österreicher überraschte alle Experten.

Gruppe E

Die ausgeglichenste Gruppe der EM-Geschichte: Alle vier Teams beendeten die Vorrunde mit 4 Punkten. Die Platzierung entschied sich durch die Tordifferenz: Rumänien (+1) wurde Erster, Belgien (+1, schlechterer direkter Vergleich) Zweiter, die Slowakei (0) Dritter und die Ukraine (–2) Letzter. Drei der vier Teams kamen weiter, die Ukraine schied trotz 4 Punkten aus — ein Paradox, das die Härte dieser Gruppe unterstrich. Die belgische „goldene Generation“ zeigte Ermüdungserscheinungen.

Gruppe F

Portugal gewann die Gruppe mit 6 Punkten, punktgleich mit der Türkei, aber mit besserer Tordifferenz. Die Seleção besiegte Tschechien 2:1 und die Türkei 3:0, verlor aber das bedeutungslose letzte Spiel gegen Georgien 0:2 mit der B-Elf. Die Türkei wurde Zweiter, Georgien qualifizierte sich als Dritter bei seinem EM-Debüt historisch für das Achtelfinale — dank Khvicha Kvaratskhelia und einem überragenden Teamgeist. Tschechien schied mit nur 1 Punkt als Gruppenletzter aus. Ronaldos sechste EM war das dominierende Thema.

Beste Drittplatzierte

Das Format der EURO 2024 sah vor, dass die vier besten Gruppendrittplatzierten ins Achtelfinale einziehen. Von den sechs Dritten qualifizierten sich vier: Slowenien (Gruppe C), die Niederlande (Gruppe D), die Slowakei (Gruppe E) und Georgien (Gruppe F). Ungarn (Gruppe A) und Kroatien (Gruppe B) schieden trotz ordentlicher Leistungen aus — beide hatten nur 2 bzw. 3 Punkte und eine Tordifferenz von –3.

Die Auswahl der besten Dritten erfolgte nach folgenden Kriterien: Punkte, Tordifferenz, erzielte Tore, Siege, Disziplin und UEFA-Koeffizienten. In der Praxis entschieden die ersten drei Kriterien: Die Niederlande (4 Punkte, +1 Tore), die Slowakei (4 Punkte, 0 Tore), Slowenien (3 Punkte, 0 Tore) und Georgien (4 Punkte, –1 Tor) kamen weiter. Ungarn (3 Punkte, –3 Tore) und Kroatien (2 Punkte, –3 Tore) verpassten das Achtelfinale knapp.

Das System der besten Drittplatzierten wurde 2016 eingeführt und hat sich bewährt. Es gibt Teams eine zweite Chance und erhöht die Spannung bis zum letzten Gruppenspieltag. Bei der EM 2024 profitierten besonders Georgien und Slowenien von dieser Regelung — beide schrieben Geschichte durch ihren Einzug in die K.O.-Runde und zeigten, dass auch kleine Nationen auf der großen Bühne bestehen können.

Analyse

Die Tabellen der EM 2024 offenbaren einen klaren Trend: Der europäische Fußball ist enger zusammengerückt. Die durchschnittliche Tordifferenz zwischen Gruppensieger und Gruppenletztem betrug nur 1,08 Tore — ein historisch niedriger Wert, der die Ausgeglichenheit des Turniers unterstreicht. In keiner Gruppe gab es eine Mannschaft, die völlig chancenlos war. Selbst vermeintliche Außenseiter wie Georgien, Albanien oder Slowenien hielten mit den etablierten Nationen mit.

Wie Turnierdirektor Philipp Lahm betonte, bot die EURO 2024 eine „ermutigende Perspektive für den europäischen Fußball“. Die Ausgeglichenheit der Gruppen war ein Beleg für die steigende Qualität in allen Teilen des Kontinents. Taktische Disziplin, athletische Vorbereitung und individuelle Klasse sind nicht mehr das Privileg weniger Top-Nationen. Die Tabellen dokumentieren diesen Wandel eindrucksvoll.

Spaniens makellose Gruppenphase war die Ausnahme, nicht die Regel. Die meisten Favoriten hatten Mühe, sich durchzusetzen: Frankreich blieb ohne Sieg in der regulären Spielzeit gegen ein Top-Team, England überzeugte nie wirklich, und Deutschland verlor trotz des Gruppensiegs wichtige Punkte gegen die Schweiz. Die Tabellen zeigen: Bei einer EM ist nichts selbstverständlich, und jeder Punkt zählt.

Die Tordifferenz erwies sich als entscheidendes Kriterium. In drei von sechs Gruppen (D, E, F) entschied sie über die finale Platzierung. Teams, die früh hohe Siege einfuhren, hatten später einen Vorteil. Deutschland profitierte vom 5:1 gegen Schottland, Rumänien vom 3:0 gegen die Ukraine. Die Tabellen zeigen, dass offensive Spielweise auch tabellarisch belohnt wird.

Fazit

Die EM 2024 Tabellen dokumentieren eine Gruppenphase voller Überraschungen und Dramatik. Sechs Gruppen, sechs verschiedene Geschichten — von Spaniens Dominanz bis zur historischen Ausgeglichenheit in Gruppe E. Die Endstände zeigen, dass der Abstand zwischen den europäischen Fußballnationen kleiner geworden ist und dass jedes Spiel zählt.

Alle detaillierten Tabellen, Statistiken und Spielberichte finden sich auf der offiziellen UEFA-Turnierseite. Die Gruppenphase der EURO 2024 war der Auftakt zu einem unvergesslichen Turnier — und die Tabellen sind das bleibende Zeugnis dieser spannenden zwölf Tage.