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EM 2024 Gruppe A: Deutschland, Schweiz, Ungarn, Schottland

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EM 2024 Gruppe A mit Deutschland als Gastgeber

Die EM Gruppe A war die Gastgebergruppe der EURO 2024 in Deutschland — und damit von Beginn an im Fokus der Öffentlichkeit. Mit der deutschen Nationalmannschaft als Turnierfavorit, der spielstarken Schweiz, dem unbequemen Außenseiter Ungarn und dem kampfstarken Schottland versprach diese Konstellation Spannung auf höchstem Niveau. Das Eröffnungsspiel in München am 14. Juni 2024 markierte den Startschuss für ein Turnier, das Deutschland als moderne Fußballnation präsentieren sollte.

Für die DFB-Elf ging es um mehr als nur sportlichen Erfolg. Nach enttäuschenden Jahren bei Weltmeisterschaften wollte das Team von Julian Nagelsmann die Euphorie einer Heim-EM nutzen, um das Selbstvertrauen einer ganzen Nation wiederherzustellen. Die Schweiz reiste mit der Erfahrung mehrerer Turnierteilnahmen an und galt als potenzieller Stolperstein. Ungarn unter Marco Rossi hatte bei der EM 2021 bereits Deutschland ein 2:2 abgetrotzt und war keineswegs zu unterschätzen. Schottland hingegen wollte nach 23 Jahren Abwesenheit bei Endrunden endlich wieder in der K.O.-Phase ankommen. Der Ausgang dieser Gruppe würde den Ton für das gesamte Turnier setzen.

Die Konstellation bot alles, was eine spannende Gruppe braucht: einen Gastgeber mit hohen Erwartungen, einen erfahrenen Herausforderer, einen unbequemen Außenseiter und ein Team mit einer leidenschaftlichen Fangemeinde. Sechs Spiele in zehn Tagen, drei Städte als Schauplätze — München, Stuttgart und Frankfurt — und ein Publikum, das nach Jahren der Pandemie-Einschränkungen endlich wieder gemeinsam feiern wollte.

Die Teams im Profil

Deutschland

Die DFB-Elf ging als Gastgeber und mit einer Mischung aus erfahrenen Kräften und hungrigen Talenten ins Turnier. Julian Nagelsmann, mit 36 Jahren der jüngste Trainer in der Geschichte einer EM-Endrunde, setzte auf ein 4-2-3-1-System mit Toni Kroos als Taktgeber im Mittelfeld. Der Rückkehrer aus dem Ruhestand brachte Ruhe und Übersicht, während Jamal Musiala für die Kreativität sorgte. Im Tor stand Manuel Neuer, im Angriff wartete Florian Wirtz auf seine Chance. Die Erwartungen waren hoch, die Vorfreude im Land grenzenlos.

Schweiz

Die Nati unter Murat Yakin kam als erfahrenes Turnierteam nach Deutschland. Bei der EM 2021 hatten die Schweizer Frankreich im Achtelfinale sensationell eliminiert und waren erst im Viertelfinale an Spanien gescheitert — im Elfmeterschießen. Granit Xhaka als Kapitän und Antreiber, Xherdan Shaqiri als kreativer Kopf und die solide Defensive um Manuel Akanji bildeten das Gerüst einer Mannschaft, die Respekt verdiente. Die Schweiz reiste mit klaren Ambitionen an: mindestens das Achtelfinale, gerne mehr.

Ungarn

Marco Rossis Mannschaft hatte in den vergangenen Jahren immer wieder für Überraschungen gesorgt. Die kompakte Spielweise und die bedingungslose Laufbereitschaft machten Ungarn zu einem unangenehmen Gegner für jede Mannschaft. Dominik Szoboszlai von Liverpool war der Star des Teams, unterstützt von routinierten Spielern wie Roland Sallai und Willi Orbán. Die ungarischen Fans, bekannt für ihre lautstarke Unterstützung, würden auch in Deutschland für Stimmung sorgen.

Schottland

Für die Tartan Army war bereits die Qualifikation ein Erfolg. Unter Steve Clarke hatte sich Schottland zu einer funktionierenden Einheit entwickelt, die auf defensive Stabilität und schnelle Umschaltmomente setzte. Andy Robertson vom FC Liverpool war der unumstrittene Anführer, Scott McTominay sollte im Mittelfeld für Torgefahr sorgen. Die Hoffnung war groß, nach der Vorrunden-Enttäuschung bei der EM 2021 diesmal den Sprung in die K.O.-Phase zu schaffen.

Alle Spiele der Gruppe A

Das Eröffnungsspiel in der Münchner Allianz Arena am 14. Juni 2024 setzte sofort ein Ausrufezeichen. Deutschland demontierte Schottland mit 5:1 und schickte eine Botschaft an die Konkurrenz. Florian Wirtz erzielte das erste Tor des Turniers, Jamal Musiala und Kai Havertz legten nach. Die schottische Mannschaft wirkte überfordert, der frühe Platzverweis für Ryan Porteous besiegelte das Schicksal der Gäste. 24,182 Millionen Zuschauer in Deutschland verfolgten dieses Spektakel vor den Bildschirmen — ein Vorgeschmack auf die TV-Quoten des Turniers.

Am zweiten Spieltag empfing Deutschland in Stuttgart die Ungarn. Was nach dem Auftaktsieg nach einer Pflichtaufgabe aussah, wurde zum Kampfspiel. Ungarn verteidigte mit allem, was es hatte, und ließ wenig zu. Erst nach der Pause brachen die Deutschen den Widerstand, Jamal Musiala und Ilkay Gündogan trafen zum 2:0-Endstand. Parallel setzte sich die Schweiz in Köln mit 3:1 gegen Ungarn durch. Kwadwo Duah und Michel Aebischer brachten die Nati auf Kurs, Breel Embolo machte in der Nachspielzeit den Deckel drauf.

Der dritte Spieltag brachte die Entscheidung — und eine Überraschung. Deutschland und die Schweiz trennten sich in Frankfurt 1:1. Dan Ndoye brachte die Schweizer in der 28. Minute in Führung, erst ein Kopfball von Niclas Füllkrug in der Nachspielzeit (90.+2) rettete der DFB-Elf den Punkt. Es war der einzige Punktverlust Deutschlands in der Gruppenphase, und die Schweiz zeigte, dass sie auf Augenhöhe agieren konnte. Zeitgleich besiegte Ungarn Schottland mit 1:0 durch Kevin Csoboths Treffer in der 100. Minute — für beide Teams reichte es jedoch nicht zum Weiterkommen als Gruppenzweiter oder bester Dritter.

Die sechs Spiele der Gruppe A endeten mit insgesamt 15 Toren — ein Durchschnitt von 2,5 pro Partie. Deutschland stellte mit sieben Treffern die beste Offensive der Gruppenphase.

Die Abschlusstabelle

Die Abschlusstabelle der Gruppe A spiegelte die Kräfteverhältnisse wider. Deutschland sicherte sich mit 7 Punkten den Gruppensieg, trotz des Unentschiedens gegen die Schweiz. Die Nati folgte mit 5 Punkten auf Platz zwei und qualifizierte sich ebenfalls direkt für das Achtelfinale. Ungarn sammelte 3 Punkte, reichte aber aufgrund der schlechteren Tordifferenz im Vergleich zu anderen Gruppendrittplatzierten nicht für das Weiterkommen. Schottland beendete das Turnier mit nur einem Punkt aus drei Spielen und schied als Gruppenletzter aus.

Bemerkenswert war die Tordifferenz: Deutschland erzielte sieben Treffer bei nur zwei Gegentoren, die Schweiz kam auf fünf Tore bei drei Gegentreffern. Diese Zahlen unterstrichen die Dominanz der beiden Erstplatzierten, während Ungarn und Schottland mit jeweils zwei eigenen Toren offensiv blass blieben.

Entscheidende Momente

Der 5:1-Erfolg gegen Schottland war mehr als nur ein Sieg — er war eine Initialzündung. Die Allianz Arena explodierte förmlich, als Florian Wirtz in der 10. Minute das erste Tor des Turniers erzielte. Die Bilder der jubelnden Fans gingen um die Welt und setzten den Ton für ein Turnier, das als „neues Sommermärchen“ gefeiert werden sollte. Die deutsche Mannschaft spielte befreit auf, und für einen Moment schien alles möglich.

Das 1:1 gegen die Schweiz offenbarte jedoch auch die Grenzen des deutschen Spiels. Die Nati ließ sich nicht beeindrucken, spielte mutig nach vorne und wurde mit der Führung belohnt. Erst Niclas Füllkrugs wuchtiger Kopfball in der Nachspielzeit rettete Deutschland den Punkt. Es war ein Weckruf, der zeigte, dass auch die Heimmannschaft verwundbar war. Die Schweizer feierten das Remis wie einen Sieg — und sollten im Achtelfinale beweisen, dass sie zu Recht stolz waren.

Für Schottland blieb der bittere Nachgeschmack einer späten Niederlage gegen Ungarn im dritten Spiel. Ein eigener Treffer hätte möglicherweise gereicht, um als Gruppendritter weiterzukommen. Stattdessen traf Kevin Csoboth in der 100. Minute für Ungarn und beendete Schottlands Turniertraum. Die Magyaren durften kurz hoffen, doch ihre schlechte Tordifferenz bedeutete letztlich auch für sie das Aus.

Fazit

Die Gruppe A erfüllte ihre Rolle als Gastgebergruppe. Deutschland setzte mit dem Auftaktsieg ein Zeichen und qualifizierte sich souverän für das Achtelfinale, wo Dänemark wartete. Die Schweiz bewies ihre Klasse und sollte im weiteren Turnierverlauf mit dem Sieg über Titelverteidiger Italien für die größte Überraschung sorgen. Ungarn und Schottland blieben hinter den eigenen Erwartungen zurück, wobei beide Teams kämpferisch überzeugten, aber offensiv zu harmlos agierten.

Die Zahlen der Gruppe A unterstreichen die Dominanz des Gastgebers: Jamal Musiala gehörte zu den Topscorern der Vorrunde, und die deutsche Defensive ließ nur zwei Gegentore zu. Weitere Details zu allen Gruppenspielen und Ergebnissen der EURO 2024 finden sich auf der offiziellen UEFA-Turnierseite.