Fussballemspielplan

EM 2024 Rekorde: Alle historischen Bestmarken des Turniers

Sportvorhersagen

Ladevorgang...

Ladevorgang...

EM 2024 Rekorde mit Yamal, Ronaldo und Spanien

Die EM 2024 war ein Turnier der Rekorde. Vom jüngsten Torschützen bis zum ältesten Feldspieler, vom schnellsten Tor bis zum erfolgreichsten Team — die Europameisterschaft in Deutschland schrieb Fußballgeschichte. Viele Bestmarken, die jahrzehntelang Bestand hatten, wurden in diesem Sommer gebrochen.

Die Rekorde der EURO 2024 spiegeln die Vielfalt des Turniers wider. Junge Talente wie Lamine Yamal stellten neue Altersrekorde auf, während Veteranen wie Cristiano Ronaldo und Pepe ihre Langlebigkeit unter Beweis stellten. Spanien dominierte als Team und stellte mehrere Mannschaftsrekorde auf. Diese historischen Bestmarken werden das Turnier für immer in Erinnerung halten.

Dieser Artikel dokumentiert die wichtigsten Rekorde der EM 2024 in den Kategorien Spieler, Tore, Teams und Trainer. Von den erwarteten bis zu den überraschenden — jeder Rekord erzählt seine eigene Geschichte.

Spieler-Rekorde: Jung und Alt schreiben Geschichte

Lamine Yamal wurde zum Symbol der EM 2024. Mit nur 16 Jahren und 338 Tagen debütierte er bei der Europameisterschaft und wurde damit laut UEFA der jüngste Spieler in der Geschichte des Turniers. Er brach den bisherigen Rekord von Kacper Kozłowski (17 Jahre, 246 Tage bei der EM 2021) deutlich. Yamals Jugend war keine Schwäche — sie war seine größte Stärke.

Im Halbfinale gegen Frankreich ging Yamal noch einen Schritt weiter. Mit seinem Traumtor zum 1:1 wurde er zum jüngsten Torschützen der EM-Geschichte — mit 16 Jahren und 362 Tagen. Er unterbot den bisherigen Rekord von Johan Vonlanthen (18 Jahre, 141 Tage bei der EM 2004) um fast zwei Jahre. Es war ein Tor, das an die größten Momente des Fußballs erinnerte.

Am anderen Ende des Altersspektrums stand Pepe. Der portugiesische Verteidiger spielte bei der EM 2024 mit 41 Jahren und 130 Tagen und wurde damit der älteste Feldspieler in der Geschichte des Turniers. Er übertraf den bisherigen Rekord von Lothar Matthäus (39 Jahre bei der EM 2000) deutlich. Pepes Leistungen zeigten, dass Erfahrung im Fußball nach wie vor wertvoll ist.

Cristiano Ronaldo stellte seinen eigenen Rekord auf: Er bestritt seine sechste Europameisterschaft — mehr als jeder andere Spieler in der Geschichte. Von 2004 bis 2024 war Ronaldo bei jedem Turnier dabei und erzielte dabei insgesamt 14 EM-Tore. Dieser Rekord wird wohl für Jahrzehnte Bestand haben, da kaum ein Spieler über 20 Jahre auf höchstem Niveau spielen kann.

Toni Kroos verabschiedete sich mit einem Rekord aus dem Fußball. Im Viertelfinale gegen Spanien absolvierte er sein 106. Länderspiel — mehr als jeder andere deutsche Mittelfeldspieler. Das letzte Spiel seiner Karriere war ein würdiger Abschluss, auch wenn es mit einer Niederlage endete.

Tor-Rekorde: Schnell, jung und überraschend

Das schnellste Tor der EM-Geschichte fiel nach nur 23 Sekunden. Nedim Bajrami erzielte es für Albanien gegen Italien im Gruppenspiel — ein Treffer, der den bisherigen Rekord von Dmitri Kirichenko (67 Sekunden bei der EM 2004) pulverisierte. Italien kam zwar zurück und gewann 2:1, aber Bajramis Blitzstart ging in die Geschichte ein. Der Jubel der albanischen Fans war ohrenbetäubend.

Die Gesamtzahl der Tore lag laut UEFA-Statistik bei 117 — ein Schnitt von 2,29 pro Spiel. Damit war die EM 2024 etwas torärmer als die EM 2021 (142 Tore, 2,78 pro Spiel), aber die Qualität der Treffer war bemerkenswert. Viele Tore entstanden aus Einzelaktionen und wurden zu viralen Momenten in den sozialen Medien. Yamals Tor gegen Frankreich wurde millionenfach geteilt.

Die meisten Eigentore bei einer EM fielen jedoch bei der EM 2020 (11 Tore). Bei der EM 2024 wurden 10 Selbsttore erzielt, darunter das entscheidende Tor im Achtelfinale Frankreich gegen Belgien durch Jan Vertonghen. Dieser Rekord war weniger ruhmreich, zeigte aber die Intensität des Turniers und den Druck, unter dem die Verteidiger standen. Die hohe Zahl der Eigentore war auch eine Folge des aggressiven Pressings vieler Teams.

Das späteste reguläre Tor des Turniers fiel in der 95. Minute: Jude Bellinghams Fallrückzieher gegen die Slowakei rettete England vor dem Ausscheiden. Es war nicht nur ein später Treffer, sondern auch einer der spektakulärsten — ein akrobatisches Kunststück unter höchstem Druck. Die Bilder gingen um die Welt und machten Bellingham zum Helden der englischen Fans.

Team-Rekorde: Spaniens historische Dominanz

Spanien stellte bei der EM 2024 mehrere Teamrekorde auf. Mit 7 Siegen in 7 Spielen war La Roja das erste Team in der Geschichte, das eine EM ohne Punktverlust gewann. Jedes Spiel endete mit einem spanischen Sieg — eine makellose Bilanz, die in der Geschichte des Wettbewerbs einzigartig ist.

Die 15 Tore der spanischen Mannschaft waren ebenfalls ein Rekord. Noch nie hatte ein Team bei einer einzigen EM so viele Treffer erzielt. Die Offensive um Yamal, Williams, Morata und Olmo war nicht zu stoppen und traf gegen jeden Gegner. Trainer Luis de la Fuente betonte nach dem Finale: „Diese Mannschaft hat Geschichte geschrieben, und ich bin stolz, ein Teil davon zu sein.“

Der vierte EM-Titel machte Spanien zum alleinigen Rekordhalter. Keine andere Nation hat die Europameisterschaft so oft gewonnen — Deutschland und Frankreich liegen mit je drei Titeln dahinter. Spaniens Erfolge von 1964, 2008, 2012 und 2024 markieren die dominierende Stellung des Landes im europäischen Fußball.

England erreichte zum zweiten Mal in Folge ein EM-Finale — ebenfalls ein Novum. Noch nie hatte ein Team zwei aufeinanderfolgende Europameisterschafts-Endspiele erreicht. Leider endeten beide mit Niederlagen, sodass Englands Warten auf einen Titel seit 1966 andauert.

Trainer-Rekorde: Der jüngste Chef auf der Bank

Julian Nagelsmann wurde mit 36 Jahren zum jüngsten Cheftrainer in der Geschichte einer EM-Endrunde. Er übernahm die deutsche Nationalmannschaft im September 2023 und führte sie als Gastgeber durch ein erfolgreiches Turnier. Sein jugendlicher Ansatz und seine taktische Flexibilität brachten frischen Wind in den deutschen Fußball. Die Fans liebten seinen modernen Stil.

Nagelsmann brach den bisherigen Rekord von Berti Vogts, der 1976 mit 39 Jahren die Europameisterschaft mit Deutschland gewann. Der Unterschied von drei Jahren ist beachtlich und zeigt den Trend zu jüngeren Trainern im modernen Fußball. Nagelsmanns Erfolg — Viertelfinale bei einer Heim-EM — war ein vielversprechender Auftakt seiner Amtszeit und ließ auf weitere Erfolge hoffen.

Luis de la Fuente wurde zum ältesten Trainer, der eine EM gewann, ohne vorher ein großes Turnier als Cheftrainer betreut zu haben. Mit 62 Jahren krönte er seine Karriere beim ersten Versuch — ein später, aber verdienter Triumph. Seine Arbeit mit den spanischen Jugendteams zahlte sich aus, als seine ehemaligen Schützlinge wie Pedri, Gavi und Yamal auf der großen Bühne glänzten.

Didier Deschamps stellte einen anderen Rekord auf: Er war zum vierten Mal als Trainer bei einer EM dabei. Kein anderer Trainer hatte so viele Europameisterschaften von der Seitenlinie betreut. Frankreichs Halbfinal-Niederlage gegen Spanien beendete seinen Traum vom zweiten Titel, aber seine Langlebigkeit an der Spitze des französischen Fußballs blieb beeindruckend.

Fazit

Die Rekorde der EM 2024 werden das Turnier unvergessen machen. Yamals Jugend, Pepes Erfahrung, Spaniens Dominanz und Nagelsmanns frischer Ansatz — jeder Rekord erzählt eine Geschichte, die über den reinen Sport hinausgeht. Diese Bestmarken werden in den kommenden Jahren der Maßstab sein, an dem sich zukünftige Turniere messen lassen müssen.

Alle offiziellen Rekorde und Statistiken sind auf der offiziellen UEFA-Turnierseite dokumentiert. Die EM 2024 in Deutschland war ein Turnier für die Geschichtsbücher — und die Rekorde sind der Beweis dafür.