EM 2024 Viertelfinale: Deutschland-Spanien und alle Spiele
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Das EM Viertelfinale 2024 brachte die vier entscheidenden Duelle auf dem Weg zum Finale. Acht Teams waren übrig, nur vier würden ins Halbfinale einziehen. Die Paarungen versprachen Hochspannung: Deutschland traf auf Spanien im Duell der Schwergewichte, Frankreich auf Portugal, England auf die Schweiz und die Niederlande auf die Türkei. Es waren Spiele, die über Ruhm und Enttäuschung entscheiden würden.
Für Deutschland war das Viertelfinale gegen Spanien die ultimative Prüfung. Das Heim-EM-Turnier hatte bisher alle Erwartungen erfüllt, aber nun wartete der härteste Gegner. Spanien kam mit einer makellosen Bilanz und der Aura der Unbesiegbarkeit. Für die DFB-Elf ging es um alles — und für Millionen deutsche Fans um die Hoffnung auf einen historischen Triumph im eigenen Land.
Die vier Viertelfinals fanden am 5. und 6. Juli statt. Am Ende standen die Halbfinalisten fest: Spanien, Frankreich, England und die Niederlande. Deutschland, Portugal, die Schweiz und die Türkei verabschiedeten sich — einige mit erhobenem Haupt, andere mit gebrochenem Herzen.
Spanien vs. Deutschland
Das Viertelfinale zwischen Spanien und Deutschland in Stuttgart war das Spiel des Turniers — und es wurde dieser Bezeichnung in jeder Hinsicht gerecht. 27,154 Millionen Zuschauer in Deutschland verfolgten das Duell vor den Bildschirmen, ein Marktanteil von 80,9 Prozent. Es war das meistgesehene Fernsehereignis des Jahres und eines der emotionalsten Spiele in der Geschichte des deutschen Fußballs.
Spanien ging früh durch Dani Olmo in Führung, doch Deutschland kämpfte sich zurück. Florian Wirtz glich in der 89. Minute aus — ein Tor, das die Nation in Ekstase versetzte. Die MHP Arena bebte, die Verlängerung war erzwungen. Für einen Moment schien alles möglich: das Halbfinale, das Finale, der Titel im eigenen Land.
Doch dann kam Mikel Merino. In der 119. Minute, eine Minute vor dem Ende der Verlängerung, köpfte der spanische Mittelfeldspieler zum 2:1 ein. Es war ein Tor, das Deutschland das Herz brach. Die Bilder der enttäuschten Spieler, der weinenden Fans und des jubelnden spanischen Teams gingen um die Welt. Das deutsche EM-Märchen war vorbei, ausgerechnet gegen den späteren Europameister.
Die Statistiken unterstrichen die Ausgeglichenheit des Spiels: Beide Teams hatten ähnlich viele Torschüsse, ähnlich viel Ballbesitz und ähnlich viele Chancen. Es war ein Spiel auf Messers Schneide, und am Ende entschied ein einziger Moment über Sieg und Niederlage. Für Toni Kroos war es das letzte Spiel seiner Karriere, für Julian Nagelsmann das Ende eines Traums, der so nah an der Erfüllung gewesen war.
Die Reaktionen in Deutschland waren emotional. Nach dem Abpfiff herrschte Stille in den Fan Zones, Tränen flossen, und die Spieler lagen erschöpft auf dem Rasen. Spanien hatte verdient gewonnen, aber der Schmerz der Niederlage war für Deutschland kaum zu ertragen. Es war das Ende einer Heim-EM, die so viel versprochen hatte — und die trotzdem in Erinnerung bleiben wird.
Weitere Spiele
Das zweite Viertelfinale zwischen Portugal und Frankreich endete torlos nach 120 Minuten und musste im Elfmeterschießen entschieden werden. Es war ein taktisch geprägtes Spiel, in dem beide Teams wenig riskierten und auf Fehler des Gegners warteten. Die Offensive beider Mannschaften fand kaum statt — Mbappé blieb blass, Ronaldo ohne Torschuss. Frankreich behielt vom Punkt die Nerven und setzte sich mit 5:3 durch. Für Cristiano Ronaldo endete seine sechste EM ohne Tor aus dem Spiel heraus — ein ungewöhnliches Turnier für den Rekordschützen, das von Emotionen und verschossenen Elfmetern geprägt war.
England erreichte das Halbfinale durch einen Sieg im Elfmeterschießen gegen die Schweiz. Nach einem 1:1 in der regulären Spielzeit — Breel Embolo hatte die Schweizer in Führung gebracht, Bukayo Saka ausgeglichen — zeigten die Three Lions endlich Nervenstärke vom Punkt. Alle fünf englischen Schützen verwandelten, während Manuel Akanji für die Schweiz scheiterte. Die Schweizer, die Titelverteidiger Italien bereits im Achtelfinale ausgeschaltet hatten, verabschiedeten sich mit erhobenem Haupt. Es war ein Erfolg, der Englands Weg ins Finale ebnete, aber die spielerischen Defizite nicht verbergen konnte.
Das vierte Viertelfinale zwischen den Niederlanden und der Türkei brachte das dramatischste Ergebnis der Runde. Die Türkei führte früh durch Samet Akaydin, doch Oranje kämpfte sich zurück. Stefan de Vrij glich per Kopf aus, bevor ein Eigentor von Mert Müldür unter Druck von Cody Gakpo den Endstand von 2:1 besiegelte. Die türkischen Fans, die das Stadion in ein Meer aus Rot verwandelt hatten, verließen es enttäuscht — aber stolz auf eine Mannschaft, die über ihre Verhältnisse gespielt hatte. Die Niederlande zog ins Halbfinale ein und zeigte einmal mehr die Qualität, die im niederländischen Fußball steckt.
Alle vier Viertelfinals zeigten die Intensität des K.O.-Fußballs. Drei von vier Spielen gingen in die Verlängerung oder ins Elfmeterschießen, was die Ausgeglichenheit der verbleibenden Teams unterstrich. Die Halbfinalisten standen fest: Spanien, Frankreich, England und die Niederlande — drei etablierte Nationen und der Überraschungsfinalist von 2010. Portugal, die Schweiz, Deutschland und die Türkei verabschiedeten sich aus dem Turnier — einige mit erhobenem Haupt, andere mit gebrochenem Herzen.
Analyse
Das Viertelfinale offenbarte die taktischen Trends des Turniers. Spanien dominierte durch Tempo und Pressing, während Frankreich auf defensive Stabilität setzte. England kam durch individuelle Klasse weiter, trotz fehlender spielerischer Überzeugung. Die Niederlande bewies Kampfgeist und Moral — Eigenschaften, die im K.O.-Fußball oft den Unterschied machen.
Die Statistiken des Viertelfinals zeigten einen klaren Trend: Nur eines der vier Spiele wurde in der regulären Spielzeit entschieden (Niederlande-Türkei 2:1). Die anderen drei gingen in die Verlängerung oder ins Elfmeterschießen. Es war ein Zeichen für die Ausgeglichenheit der verbleibenden Teams und für die Bedeutung von Nervenstärke in entscheidenden Momenten. Die durchschnittliche Spieldauer betrug über 110 Minuten — ein Beleg für die Intensität dieser Runde.
Für Deutschland bedeutete das Ausscheiden das Ende eines Traums. Die Heim-EM hatte Hoffnungen geweckt, die Mannschaft hatte überzeugt, und das Viertelfinale gegen Spanien war ein Spiel auf Augenhöhe. Doch am Ende fehlte das letzte Quäntchen Glück — oder die entscheidende Qualität in der letzten Minute. Es war eine bittere Lektion, aber auch ein Beweis dafür, dass der deutsche Fußball auf dem richtigen Weg ist. Julian Nagelsmann hatte gezeigt, was mit diesem Team möglich ist, und die Zukunft versprach Großes.
Die Elfmeterschießen des Viertelfinals zeigten unterschiedliche Ansätze. Frankreich bewies vom Punkt jene Kaltblütigkeit, die im Spiel gefehlt hatte. England überwand endlich den Fluch der verschossenen Elfmeter, der die Three Lions jahrelang verfolgt hatte. Die Torwartleistungen waren entscheidend — Jordan Pickford und Mike Maignan wurden zu Helden ihrer Teams.
Fazit
Das Viertelfinale der EURO 2024 lieferte unvergessliche Momente. Deutschlands spätes Aus gegen Spanien, Englands Erlösung im Elfmeterschießen und Frankreichs Nervenstärke vom Punkt — es waren Spiele, die in Erinnerung bleiben werden. Die vier Halbfinalisten standen fest, und die Spannung vor den letzten Spielen war greifbar. Das Viertelfinale hatte gezeigt, dass im europäischen Fußball alles möglich ist — Favoriten können scheitern, Außenseiter können triumphieren, und ein einziger Moment kann über Ruhm und Tragödie entscheiden.
Die TV-Quoten des Viertelfinals unterstrichen die Bedeutung dieser Runde. Das Spiel Spanien gegen Deutschland erreichte in Deutschland einen Marktanteil von über 80 Prozent — eine der höchsten Quoten der deutschen Fernsehgeschichte. Die Emotionen in den Stadien und Fan Zones waren greifbar, und die Bilder der jubelnden und weinenden Fans gingen um die Welt.
Detaillierte Statistiken und TV-Quoten aller Viertelfinalspiele sind bei der AGF Videoforschung und auf der offiziellen UEFA-Website verfügbar. Das Viertelfinale hatte gezeigt, dass im Fußball alles möglich ist — und dass manchmal eine einzige Minute über den Unterschied zwischen Ruhm und Tragödie entscheidet.